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Fakten

900 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern

Die 10. Weltversammlung von Religions for Peace vom 19. bis 23. August in Lindau strebt globale Wirkung an. Insgesamt werden bis zu 900 Vertreterinnen und Vertreter von verschiedenen Weltreligionen, Regierungen und Zivilgesellschaft (inkl. NGOs und multilateralen Institutionen) erwartet. Darunter sind hochrangige Religionsvertreterinnen und -vertreter von Baha’i, Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Jainismus, Judentum, Islam, Sikh, Schintoismus, Taoismus und Zoroastrismus sowie von indigenen Gruppen, deren Anliegen es ist, interreligiöses Handeln für das Gemeinwohl voranzutreiben. Zudem werden auch Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, internationalen Organisationen, gemeinnützigen Stiftungen und der Zivilgesellschaft an der Versammlung teilnehmen. Sie bietet den Rahmen, um Partnerschaften zwischen diversen Stakeholdern für das Gemeinwohl zu schmieden sowie für einen vertieften Austausch über bedeutende Erfolge hinsichtlich Frieden, Entwicklung und Sicherheit. Eröffnet wird die 10. Weltversammlung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN

ZUR 10. WELTKONFERENZ VON RELIGIONS FOR PEACE

Religions for Peace (RfP) ist die weltweit größte und repräsentativste Koalition von Religionsgemeinschaften und bei den Vereinten Nationen akkreditiert. Oberstes Ziel der Organisation ist die Förderung gemeinsamer Aktionen der Glaubensgemeinschaften weltweit zur Stärkung des Friedens.
RfP schafft Frieden, indem es gewalttätige Konflikte beendet, sich für gerechte und harmonische Gesellschaften einsetzt, die Entwicklung der Menschheit vorantreibt, dabei die Erde schützt und das Wohlergehen aller fördert.

Die Ursprünge von RfP reichen ins Jahr 1961 zurück, als mehrere hochrangige Vertreter der wichtigsten Glaubenstraditionen der Welt damit begannen, über die Möglichkeit eines „Gipfeltreffens der Religionen“ nachzudenken. Sie waren der festen Überzeugung, dass alle Gläubigen weltweit sich für den Weltfrieden einsetzen sollten. Die erste Konferenz von RfP fand vom 16. bis 21. Oktober 1970 in Kyoto, Japan, statt. Seit mehr als 40 Jahren bringt RfP gläubige Menschen weltweit zusammen, um sich gemeinsam für den Frieden einzusetzen.
Das globale Netzwerk von RfP besteht aus einem Weltrat hochrangiger Vertreter von Religionsgemeinschaften aus allen Regionen der Welt, sechs regionalen interreligiösen Körperschaften und mehr als 90 nationalen Organisationen sowie dem Global Women of Faith Network und dem Global Interfaith Youth Network.

RfP will das gemeinsame Handeln der Religionsgemeinschaften der Welt für den Frieden fördern. So hilft es dabei, gewalttätige Konflikte zu beenden, sich für gerechte und harmonische Gesellschaften einzusetzen, die Entwicklung der Menschheit voranzutreiben und gleichzeitig die Erde zu schützen und das Wohlergehen aller zu erreichen.

  • RfP gründet auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene interreligiöse Organisationen und gibt ihnen die erforderlichen Mittel an die Hand.
  • RfP mobilisiert Religionsgemeinschaften auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene und befähigt sie, sich als Schlüsselakteure für den Frieden einzusetzen.
  • RfP kann bei der effektiven interreligiösen Zusammenarbeit auch in den schwierigsten Regionen der Welt große Erfolge vorweisen.

Welches sind die Leitprinzipien der Organisation?
Der Arbeit des RfP-Netzwerk liegen bei der Förderung der multireligiösen Zusammenarbeit stets diese fünf Leitprinzipien zugrunde:

  1. Respekt für die religiösen Unterschiede
  2. Tief verwurzelte und weit verbreitete Werte kritisch hinterfragen
  3. Bewahrung der Identität jeder einzelnen Religionsgemeinschaft
  4. Toleranz gegenüber den unterschiedlichen Organisationsformen von Religionsgemeinschaften
  5. Unterstützung bei der Vernetzung und Koordinierung multireligiöser Aktionen auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene

Mithilfe der multireligiösen Netzwerke von RfP konnten Projekte und Aktivitäten an der Basis vor Ort umgesetzt und effektiv auf regionale und nationale, teilweise sogar auf internationale Ebene ausgeweitet werden. Der dabei verfolgte mehrstufige Ansatz ist auf einzigartige Weise ganzheitlich und flexibel. Dadurch lässt er sich leicht an sich verändernde Bedingungen anpassen. Zudem ist er hocheffizient, wenn es darum geht, lokale Ressourcen zu nutzen und Aktionen in den Gemeinden vor Ort zu unterstützen.
Im Folgenden einige Beispiele:
Klimawandel und Naturkatastrophen: Nach den Naturkatastrophen in Haiti, Japan und Nepal hat das RfP die Religionsgemeinschaften in den betroffenen Gebieten bei Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen unterstützt. Dazu gehörten unter anderem Trauerberatung, Verteilung von Notrationen und Aufbau eines multisektoralen Überweisungssystems für dringend benötigte Dienstleistungen aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen. Außerdem bezieht das RfP die Religionsgemeinschaften in sein Engagement für die Umsetzung eines globalen Klimavertrags ein, der sich an der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen orientiert.
Förderung von Frauen: RfP unterstützt die globale Initiative Restoring Dignity, die sich unter Einbeziehung von religiösen Organisationen, ihren Vertretern und Anführern, lokalen Gemeinden und gläubigen Einzelpersonen für ein Ende der Gewalt gegen Frauen einsetzt.
Konflikttransformation
RfP war in zahlreichen Konfliktgebieten aktiv: Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Sierra Leone, Liberia, Äthiopien, Eritrea, Kenia, Burundi, Somalia, Ruanda, Demokratische Republik Kongo, Uganda, Südafrika, Sri Lanka, die zwischenstaatlichen Wirtschaftsorganisationen Mano River und Great Lakes, Thailand, die Philippinen, Myanmar, Irak, Israel und Palästina, Syrien und mehr.

Die internationale Konferenz unter dem Motto „Für unsere gemeinsame Zukunft sorgen: das Gemeinwohl für alle fördern“ richtet sich an verschiedene Interessengruppen und ist handlungsorientiert. Rund 900 hochrangige Vertreter von Religionsgemeinschaften, aber auch gläubige Jugendliche und Frauen aus über 100 Ländern kommen gemeinsam mit 100 Regierungsvertretern, internationalen Organisationen und Gruppen der Zivilgesellschaft zusammen, um mit verschiedenen Stakeholdern Partnerschaften zum Wohle der Weltgemeinschaft aufzubauen.
Anja/Kyoto, Japan (1970), Löwen, Belgien (1974), Princeton, USA (1979), Nairobi, Kenia (1984), Melbourne, Australien (1989), Rom/Riva del Garde, Italien (1994), Amman, Jordanien (1999), Kyoto, Japan (2006), Wien, Österreich (2013)

Die 10. Weltkonferenz von Religions for Peace bietet einen sicheren Ort, um geistliche Führer und andere Interessengruppen aus verschiedenen Ländern und Konfliktgebieten zur religionsübergreifenden Mediation und für Verhandlungen zusammenzubringen. Die Weltkonferenz trägt den Titel „Für unsere gemeinsame Zukunft sorgen: das Gemeinwohl für alle fördern“.
Sie soll auf verschiedene Weise zur Friedensförderung beitragen, unter anderem durch:

  • Transformation gewalttätiger Konflikte
  • Aufbau gerechter und harmonischer Gesellschaften
  • Engagement für eine nachhaltige, integrale menschliche Entwicklung
  • Klima- und Umweltschutz

Zu den Hauptzielen der Konferenz gehört die Entwicklung eines Handlungsprogramms mit konkreten Vereinbarungen zur Verantwortungsübernahme.
Darüber hinaus wird die Weltkonferenz den neuen Weltrat von Religions for Peace wählen, der aus 60 Vertretern von allen Religionen und Kontinenten besteht. Der Weltrat als globaler Akteur hat seinen Verwaltungssitz im United Nations Plaza in New York City.

Es ist kein Zufall, dass die 10. Weltkonferenz in Deutschland stattfindet. Im Mittelpunkt der Entscheidung stand die Tatsache, dass Deutschland bei den größten Herausforderungen unserer Zeit – Migration, Konflikte und Umwelt – eine Führungsrolle übernommen hat. Lindau liegt am Bodensee, der drei Länder verbindet: Deutschland, Österreich und die Schweiz. Darüber hinaus beruht die Konferenz in Lindau auf einem besonderen zivilisatorischen Erbe: Bereits vor 1400 Jahren kamen Mönche aus Irland und Frankreich an den Bodensee, um hier zu wirken. Gäste aus der ganzen Welt treffen sich an diesem Ort, der in einer gesunden und stabilen Umgebung nachdrücklich dazu einlädt, unsere Erde gemeinsam im Rahmen einer ganzheitlichen Vision des Friedens zu schützen.
Für die Realisierung der Weltkonferenz in Deutschland haben Monika Schürer, Prof. Dr. Wolfgang Schürer als Vorstandsvorsitzender und Ulrich Schneider als Geschäftsführer eigens die Stiftung Friedensdialog der Weltreligionen und der Zivilgesellschaft gegründet. Kleine Teams in Lindau und Berlin organisieren die Weltkonferenz in enger Zusammenarbeit mit dem Büro von Religions for Peace in New York. Die Konferenz wird zudem vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland durch die Abteilung „Religion und Außenpolitik“ sowie vom Bayerischen Staatsministerium unterstützt.

Das waren

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