#RfPWomenFaithDiplomacy

Women, Faith & Diplomacy

/ Das Projekt

Keeping Faith, Transforming Tomorrow

10. bis 13. November 2020 in Lindau

Multireligiöser Austausch und Dialog sind entscheidend, um religiös motivierten Terroranschlägen entgegenzuwirken. Darin waren sich die über 1.500 Teilnehmenden einig, die sich im Rahmen der 1st Assembly on Women, Faith & Diplomacy der interreligiösen Nichtregierungsorganisation Religions for Peace, vier Tage lang austauschten.

@ Ring for Peace

Angesichts der islamistischen Terroranschläge in Wien und Nizza betonte Azza Karam, Generalsekretärin von Religions for Peace, die Bedeutung von Frauen im Kampf gegen Gewalt und Hass: “Glaube ermöglicht das Suchen nach Gemeinsamkeiten – Frauen sollten verstärkt ihre Stimme erheben und hasserfüllten Reden sowie Handlungen, die auf Diskriminierung und Hass im Namen von Religion abzielen, entschieden entgegentreten. Denn vor allem multireligiöse weibliche Stimmen haben eine neue, wichtige Wirkung in der Diplomatie, die in der heutigen Welt dringend gebraucht werden.“

„Glaube ermöglicht das Suchen nach Gemeinsamkeiten – Frauen sollten verstärkt ihre Stimme erheben und hasserfüllten Reden sowie Handlungen, die auf Diskriminierung und Hass im Namen von Religion abzielen, entschieden entgegentreten. Denn vor allem multireligiöse weibliche Stimmen haben eine neue, wichtige Wirkung in der Diplomatie, die in der heutigen Welt dringend gebraucht werden.”

Azza Karam, Generalsekretärin Religions for Peace

Das gemeinsame Ziel der Konferenz: neue Wege beschreiten, um den interreligiösen Dialog auch in schwierigen Zeiten zu fördern. Unter dem Motto „Keeping Faith, Transforming Tomorrow“ fand die erste internationale Versammlung speziell zum Thema Frauen, Glaube und Diplomatie statt. Vertreterinnen und Vertreter von Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam und anderer Religionen diskutierten über neue, vor allem weibliche Formen der Politik- und Gesellschaftsgestaltung.

Die Themen der Konferenz, die von einem Steuerungsteam aus Lindau am Bodensee organisiert wurde, waren die weltweite Rolle von Frauen und ihre Herausforderungen in Führungsverantwortung, ihre Verantwortlichkeiten bei der multireligiösen Friedensförderung sowie bei der internationalen Entwicklung.

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Eröffnungszeremonie der 1st Assembly on Women, Faith & Diplomacy

In zahlreichen Diskussionsrunden, Workshops, Vorträgen und persönlichen Gesprächen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bedeutung von Glauben als zentralen Bestandteil von Konfliktlösungen und die Notwendigkeit von interreligiösen Begegnungen und regelmäßigem Dialog.

Emina Frljak, Programmkoordinatorin von Youth for Peace in Bosnien und Herzegowina warnte vor einer weiteren Zuspitzung der Gewalt: „Wir leben in einer polarisierten Welt, in einer Welt, in der die Gewalt ansteigt, in der Konflikte zunehmen. Wenn jemand im Namen des Islam Gewalttaten begeht, so sind die 1,6 Milliarden Muslime weltweit nicht schuld an diesen Taten. Aber wenn solche Gewalttaten passieren, dann müssen wir als multireligiöse Gemeinschaft laut werden und gemeinsam sagen: Das ist nicht Religion, das ist nicht in unserem Namen.“

„Wir leben in einer polarisierten Welt, in einer Welt, in der die Gewalt ansteigt, in der Konflikte zunehmen. Wenn jemand im Namen des Islam Gewalttaten begeht, so sind die 1,6 Milliarden Muslime weltweit nicht schuld an diesen Taten. Aber wenn solche Gewalttaten passieren, dann müssen wir als multireligiöse Gemeinschaft laut werden und gemeinsam sagen: Das ist nicht Religion, das ist nicht in unserem Namen.”

Emina Frljak, Programmkoordinatorin von Youth for Peace in Bosnien und Herzegowina

Die zentrale Rolle von religiösen Führungspersönlichkeiten und Organisationen im Umgang mit der Pandemie Covid-19 und der Bereitstellung humanitärer Hilfe war ebenfalls ein Schwerpunktthema während der Konferenz.

Sharon Rosen, die als Search for Common Ground’s Global Director of Religious Engagement tätig ist und im Council von Religions for Peace sitzt, appellierte an Regierungen weltweit, den Dialog mit religiösen Organisationen zu suchen, um mehr Verständnis für Hygiene-Maßnahmen zu wecken und die Pandemie so besser unter Kontrolle zu bringen.

@ Ring for Peace
Sharon Rosen (screen) und Margot Käßmann.

Die Konferenz wurde durchgeführt von der Stiftung Friedensdialog der Weltreligionen und Zivilgesellschaft (Ring for Peace) mit Sitz in Lindau und deren Vorstand Wolfgang Schürer, der seit 2019 auch Trustee und Ehrenpräsident von Religions for Peace ist. Sie wurde unterstützt und finanziert vom Auswärtigen Amt.

Der Geschäftsführer der Stiftung Ulrich Schneider freute sich, dass die virtuelle Beteiligung an der Konferenz sehr hoch war: „Wir haben Maßstäbe gesetzt im Bereich virtueller Konferenzen. Täglich nahmen über 1.500 Menschen aus aller Welt an der Veranstaltung online teil. Uns ist es gelungen, trotz der Pandemie die Teilnehmenden intensiv miteinander ins Gespräch zu bringen. Die interreligiöse Peace & Light Zeremonie am im vergangenen Jahr in Lindau erbauten Friedenssymbol Ring for Peace war ein bewegender und Hoffnung stiftender Moment.“

„Wir haben Maßstäbe gesetzt im Bereich virtueller Konferenzen. Täglich nahmen über 1.500 Menschen aus aller Welt an der Veranstaltung online teil. Uns ist es gelungen, trotz der Pandemie die Teilnehmenden intensiv miteinander ins Gespräch zu bringen. Die interreligiöse Peace & Light Zeremonie am im vergangenen Jahr in Lindau erbauten Friedenssymbol Ring for Peace war ein bewegender und Hoffnung stiftender Moment.”

Ulrich Schneider, Geschäftsführer Ring for Peace

Besonderer Dank gilt der Stadt Lindau, der Oberbürgermeisterin Claudia Alfons, Lindau Tourismus und den Teams der Inselhalle sowie der Lindauer Stadtwerke für ihre Unterstützung während der Konferenz.

@ Ring for Peace

Alle Veranstaltungsevents können Sie nachträglich hier anschauen: https://wfd2020.ringforpeace.org/videostreams-auf-deutsch/

Wissenswertes
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Interview zum internationalen Frauentag: „Ich rufe die Männer auf, weniger zu reden und mehr zu hören“

Am 8. März ist der Internationale Frauentag. Dazu veröffentlichen wir das Interview mit Rachel Rosenbluth, eine der ersten jüdischen Frauen, die als Rabbinerin ordiniert wurden. Rosenbluth war Rednerin bei der 1. Assembly on Women, Faith & Diplomacy im November 2020. Lesen Sie hier, was Sie sich im Namen aller Frauen des Glaubens von Männern wünscht.

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Vollständiges Programm

Das Programm konzentrierte sich auf Schlüsselfragen im Zusammenhang mit Frieden und Sicherheit, Menschenrechten und auch Entwicklung. Das Programm umfasste interaktive Interviews und Panels mit prominenten Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen, der Politik und der Medien.

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Virtuelle Konferenz

Wegen der Covid-19 Pandemie hat die Konferenz 1st Assembly on Women, Faith & Diplomacy rein virtuell stattgefunden. In der Inselhalle in Lindau, Deutschland, hat ein Kernteam von Religions for Peace und Ring for Peace die inhaltlichen und technischen Abläufe abgewickelt.

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Das Magazin von Ring for Peace

Ring for Peace gibt ein digitales Magazin heraus namens: „Ring for Peace – common future – peace dialogues lindau„. Die erste Ausgabe zur 1st Assembly on Women, Faith & Diplomacy lautet: „Issue 1 – transforming tomorrow – Women, Faith & Diplomacy“.