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Religions for Peace diskutiert gerechte Verteilung von Impfstoffen mit WHO-Generalsekretär

In der Bekämpfung der Corona-Pandemie hat sich eine Kluft aufgetan zwischen privilegierten Ländern, die sich große Mengen der teuren Impfstoffe leisten können, und ärmeren Ländern, die zu kurz kommen. Auf diese Ungerechtigkeit haben am 19. März knapp 20 Religionsvertreterinnen und Religionsvertreter des Religions for Peace-Netzwerks den Generalsekretär der WHO, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, in einer Videokonferenz hingewiesen. Die religiösen Führungspersönlichkeiten, die Glaubensgemeinschaften aus der ganzen Welt repräsentierten, baten Ghebreyesus darum, der weltweiten Impfgerechtigkeit noch größere Aufmerksamkeit zu schenken.

Auch auf das Problem der Impfgegner kamen die religiösen Führungspersönlichkeiten zu sprechen. Ein Problem, das in allen Ländern der Erde besteht: Impfgegner behinderten die Impfkampagnen, was die Krisensituation verlängere und verschärfe. Das Religions for Peace-Netzwerk betonte die Notwendigkeit, stärker auf Impfgegner innerhalb von Religionsgemeinschaften einzugehen. Die WHO, so forderten die Glaubensvertreter:innen, müsse bewusster auf die Ängste eingehen, die die Impfgegner erzeugten. Dazu müsse auch die Kluft zwischen Wissenschaft und Glauben überbrückt werden. Eine Aufgabe, der sich das Religions for Peace-Netzwerk selbst angenommen habe.

Ganz besonders im Blick solle die WHO die psychische Gesundheit der Menschen haben und Wert auf Trauma-Bewältigung legen. Die Bedürfnisse von Migranten und Flüchtlingen und von Frauen und Kindern sollten dabei besonders im Fokus stehen.

WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Religions for Peace-Netzwerks.

Generalsekretär Ghebreyesus folgte den Redebeiträgen der Religionsvertreterinnen und Religionsvertreter aufmerksam und sagte, dass er die Zusammenarbeit mit dem Religions for Peace-Netzwerk gerne formalisieren wolle. Eine Zusammenarbeit habe viele Vorteile im Kampf gegen die Corona-Pandemie: Die religiösen Führungspersönlichkeiten hätten ein starkes moralisches Gewicht gegenüber religiösen Entscheidungsträgern. Außerdem verfügten die Glaubensvertreter:innen über Einfühlungsvermögen für die spirituellen, mentalen und psychosozialen Bedürfnisse der Menschen, was dabei helfe, pandemiebedingte Traumata zu behandeln.

Ghebreyesus ermunterte das Religions for Peace-Netzwerk ebenfalls dazu, sich konkret mit den spezifischen Aspekten der psychischen Gesundheit zu beschäftigen. Die Pandemie verursache in allen Bevölkerungen dieser Erde Traumata.

Der Generalsekretär machte den Standpunkt der WHO in der globalen Impfstrategie deutlich: Nur dann, wenn alle Menschen der Erde einen Zugang zu Impfstoffen haben, sind auch alle Menschen der Erde sicher. Wenn es nicht genügend Impfstoffe für alle gebe, dann seien auch die bereits Geimpften nicht sicher vor Mutationen, gegen die die bisherigen Impfstoffe machtlos seien. Aber das Problem, an dem es hänge, seien die geistigen Eigentumsrechte der Impfstoffhersteller. Würden die reichen Nationen auf diese Eigentumsrechte verzichten, würde es für die ganze Welt einen entscheidenden Unterschied machen: Ob alle Menschen innerhalb von drei Jahren geimpft werden können oder ob dies möglicherweise noch ein ganzes Jahrzehnt dauern wird.

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