Azza Karam, General Secretary Religions for Peace, and Miguel Ángel Moratinos, High Representative for the United Nations Alliance of Civilizations.
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Glaubensgemeinschaften als diplomatische Multiplikatoren: Internationale Institutionen stellen die Zusammenarbeit mit Religionen systematischer auf

New York

In vielen Konflikten dieser Erde spielen Religionen eine Rolle. In der Regel aber nicht als Auslöser, sondern als gesellschaftliche Katalysatoren: Sie können Konflikte entweder verschärfen – oder aber lösen. Dieser immense Einfluss von Glaubensgemeinschaften soll diplomatisch besser nutzbar gemacht werden. International tätige Institutionen haben Anfang Dezember bei einem hybriden Treffen eine engere Zusammenarbeit vereinbart.

Das Treffen wurde organisiert von der in New York ansässigen UN-Initiative Allianz der Zivilisationen* zusammen mit der ebenfalls in New York ansässigen NGO Religions for Peace.

Wie wichtig und unerlässlich die systematische Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern von Glaubensgemeinschaften für diplomatische Lösungen ist, haben bei dem Treffen drei hochrangige UN-Vertreterinnen dargelegt: Pramila Patten, die UN-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt, Gillian Triggs, Vertreterin des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge, sowie Alice Wairimu Nderitu, die UN-Sonderberaterin zur Verhütung von Völkermord. Sie alle haben ihre Unterstützung für eine tiefergehende Zusammenarbeit zwischen der Allianz der Zivilisationen und Religions for Peace bekräftigt.

Die deutsche Außenpolitik misst interreligiösen Initiativen einen hohen Stellenwert zu. Das betonte Prof. Wolfgang Schürer, Vorstandsvorsitzender der Lindauer Stiftung Friedensdialog der Weltreligionen und Zivilgesellschaft. „Ungeachtet dessen, wie sehr sich Menschen ihren Glaubensgemeinschaften verbunden fühlen, ist das ethische Reservoir aller Weltreligionen ein entscheidender Kompass für die Entwicklung des Weltgeschehens.“ Daher sei zu würdigen, dass die deutsche Bundesregierung und insbesondere Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in den vergangenen Jahren verschiedene entsprechende Initiativen auf den Weg gebracht haben.

„Ungeachtet dessen, wie sehr sich Menschen ihren Glaubensgemeinschaften verbunden fühlen, ist das ethische Reservoir aller Weltreligionen ein entscheidender Kompass für die Entwicklung des Weltgeschehens. Wir von Ring for Peace setzen auf den Dialog mit Organisationen der Zivilgesellschaft, um dazu beizutragen, friedliche Perspektiven aufzuzeigen. ”

Wolfgang Schürer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Friedensdialog der Weltreligionen und Zivilgesellschaft

Irmgard Fellner, stellvertretende Direktorin der Abteilung Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts, stellte das diplomatische Potenzial in der Zusammenarbeit mit Religionsvertreterinnen und Religionsvertretern heraus. Alle Verantwortlichen im Referat „Religion und Außenpolitik“ seien sehr stolz darauf, dass die internationale und interreligiöse Zusammenarbeit sogar im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung festgeschrieben stehe**. „Es ist wundervoll, mit Ihnen zusammenzuarbeiten“, sagte Irmgard Fellner gerichtet an Azza Karam, der Generalsekretärin von Religions for Peace, und betonte, dass sich ihre Abteilung auch weiterhin dafür einsetzen werde, dass Lindau ein Ort des interreligiösen Dialogs bleibe. In Lindau haben die drei vergangenen Konferenzen von Religions for Peace stattgefunden, organisiert von der Stiftung Friedensdialog der Weltreligionen und Zivilgesellschaft.

Das hybride Treffen evaluierte diese drei Konferenzen in Lindau, um die diplomatischen Chancen internationaler Zusammenarbeit in Zukunft noch besser auszuschöpfen. Um das weitere Potenzial wahrzunehmen, schlug Miguel Ángel Moratinos, Hoher Vertreter der Allianz der Zivilisationen der Vereinten Nationen, vor, die Diskussion mit mehr Zeit beim nächsten Treffen in Lindau fortzuführen.

Hintergrundinformationen:

* Die Allianz der Zivilisationen (Englisch: Alliance of Civilizations / UNAoC) ist eine UN-Initiative, die 2004 von Spanien und der Türkei unter UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gegründet wurde. Sie soll Handlungsansätze ausarbeiten, um kulturelle, religiöse und soziale Barrieren zwischen Gesellschaften zu überwinden und Extremismus zu bekämpfen.

** Im Koalitionsvertrag der neugewählten Bundesregierung heißt es auf Seite 126 unter dem Punkt „Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik“: „Wir stärken die Beziehungen zwischen den Städten und bauen Urban Diplomacy aus, verstärken die Programme in europäischen Grenzregionen sowie die internationale Sportpolitik und den Bereich Religion und Außenpolitik.“

Wissenswertes
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Religions for Peace und Allianz der Zivilisationen bekräftigen bei einem hybriden Treffen im Dezember eine engere Zusammenarbeit. Auch die Deutsche Außenpolitik misst der interreligiösen Zusammenarbeit zukünftig eine größere Bedeutung bei.

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